Traurig aber war! Nach nicht einmal drei Monaten endet die Zusammenarbeit zwischen Fabchannel.com und mediaroute auf tragische Weise. Fabchannel stellt den Betrieb ein und wird am kommenden Freitag den 13. sein komplettes Konzertarchiv vom Netz nehmen.
Eigentlich sah es für das ambitionierte Projekt, an welchem neben einem privaten Investor auch die Stadt Amsterdam beteiligt war, noch kurz vor dem Start der deutschsprachigen Seite gegen Ende des letzten Jahres, noch sehr gut aus. Durch starke Medienkooperationen, z.B. mit Spiegel.de und Intro.de, legte das Musikportal im Januar 09 einen beachtlichen Start hin.
Letzten Freitag dann das offizielle Aus – die aktuelle Werbe- und Medienkrise hatte die Entscheidung leider beschleunigt, sodass die Hoffnung aufgegeben wurde, das Projekt zu refinanzieren, geschweige denn profitabel zu machen. Fabchannel hat in Sachen Konzertvideos im Web zweifelsohne Maßstäbe gesetzt. Die Audio- und Videoqualität sucht ihresgleichen, seit Oktober 2008 verfügen die Niederländer sogar über ein eigenes HD-Studio für die Nachbearbeitung der Konzerte.
Neben der Finanzierung ist der grösste Stein in Fabchannels Weg leider die Musikindustrie selbst gewesen, bis auf Universal Music hatte sich kein weiteres Label dazu bereit erklärt, die Übertragung oder Archivierung der Konzerte ihrer Bands zu genehmigen, was dazu führte, dass grosse Namen ausblieben. Somit waren es meist Konzerte von kleineren Indie Bands und – Labels, die in der Userschaft zwar gern gesehen waren, jedoch der Seite nicht den erhofften Schub brachten. “Für echten Erfolg brauche man den Mainstream”, so Fabchannel Gründer Justin Kniest, der für Fabchannel, aufgrund mangelnden Kooperationswillen der Musikindustrie, keine Chance sah, aus dem Dasein als Nischenangebot herauszukommen.
mediaroute hat an das Konzept geglaubt und wir bedauern die Schliessung der Seite eher als Fans und weniger als Vermarkter! Daher möchten wir allen Mitarbeiten für die Zukunft alles Gute wünschen und hoffen auf ein nicht minder ambitioniertes und neues Webprojekt, wie es Fabchannel war!
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