Das Videoportal aus dem Hause Google lässt Nutzer aus Deutschland ab sofort keine professionellen Musikvideos mehr abrufen. Der Grund ist ein Gebührenstreit mit der GEMA. Die neuen Forderungen der Verwertungsgesellschaft sind laut Google nicht refinanzierbar.
Die GEMA verlangt laut Google zwölf Cent pro Video-Stream. Zu viel für ein Erlösmodell, das sich hauptsächlich über Vermittlungsprovisionen von Downloads und CD-Käufen speist. Anfang März schloss YouTube bereits seine Musik-Videos in Großbritannien aus ähnlichen Gründen.
Im Google-Blog beklagt Patrick Walker, Director of Video Partnerships EMEA, neben den “unerschwinglichen Lizenzgebühren” auch den “Mangel an Transparenz”. Die GEMA weigere sich, das Repertoire der Werke offen zu legen, das sie vertritt. Google will die Verhandlungen aber auf gar keinen Fall stoppen: “Wir sind nach wie vor daran interessiert, mit der GEMA eine Lösung zu finden, die für beide Seiten akzeptabel und nachhaltig ist”, so Walker.
Bis dato bestand bereits eine Vereinbarung zwischen Google und der GEMA zur Vergütung der Abrufe von Musikvideos auf YouTube. Diese läuft nun aus. Momentan läuft der Poker um die neuen Vertragskonditionen.
Quelle: W & V
Schlagworte: Musikindustrie

